"Else blau"

Ein biografischer Roman über Else Lasker-Schüler ist im Bergischen Verlag Remscheid erschienen und ab sofort im Buchhandel und in allen gängigen Internetportalen erhältlich

ISBN 978-3-943886-26-9
Preis 19,95 Euro  / Umfang 288 Seiten  / Format 12,5 x 21,0 cm / Hardcover

An der Wupper fordert der unaufhaltsame Siegeszug der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen gnadenlosen Tribut. Armut, Krankheit und Kinderarbeit prägen das Leben im Tal. Umgeben von dieser Not, doch durch ein wohlhabendes Elternhaus geschützt, wächst in Elberfeld ein Mädchen auf, das später als die bedeutendste Vertreterin der expressionistischen Literatur gelten wird: Else Lasker-Schüler.

Einer behüteten Kindheit folgt der kompromisslose Weg einer unbeugsamen, eigenwilligen Frau und einzigartigen Dichterin, die das künstlerische, literarische Berlin der Jahrhundertwende stark beeinflusst und Franz Marc, Georg Trakl und George Grosz zu ihren Freunden zählt. Doch das schillernde Leben der Künstlerin wird mehr und mehr von privaten Schicksalsschlägen getrübt und durch Armut, Demütigung und Verfolgung im auflebenden Antisemitismus gezeichnet, bevor es schließlich nach Flucht und Emigration ein einsames Ende im Exil findet.

Vier Jahre hat die Wuppertaler Autorin und Germanistin Christiane Gibiec an ihrem biografischen Roman über die Dichterin gearbeitet. Mit dem Werk ist ihr eine sehr persönliche, einfühlsame Annäherung an das Leben dieser außergewöhnlichen Frau und zugleich ein bewegendes Zeitporträt gelungen. Sie taucht ein in das Leben der Lyrikerin, sieht die Welt mit ihren Augen. Wenn Christiane Gibiec spannend, berührend und zuweilen auch höchst amüsant aus dem inneren und äußeren Dasein ihrer Protagonistin erzählt, geschickt Zitate Else Lasker-Schülers und wichtiger Zeitgefährten wie Gottfried Benn oder Gerhart Hauptmann einfließen lässt, scheinen Autorin und Dichterin ebenso zu verschmelzen wie Fiktion und historische Realität. Eine Hommage an eine der größten deutschen Lyrikerinnen, die ihre bergische Heimat nie vergaß.

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